Eltern wollen keine 2. KITA

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Die Elternvertretung der Boostedter KITA hat sich eindeutig gegen den CDU-Vorstoß ausgesprochen, in Boostedt eine 2. KITA mit einem anderen Träger zu bauen. 

Das geht aus einem Schreiben an alle Eltern hervor, in dem die Elternvertretung alle KITA-Eltern auffordert, die Gemeindevertretersitzung am 26. Juni zu besuchen und die Elternvertretung dabei zu unterstützen, den CDU-Vorschlag „zu verhindern“. Das Vorgehen der Boostedter CDU, ihr Vorhaben über die Presse bekanntzugeben, halten die Elternvertreter für „ganz schlechten Stil“.

Die Elternvertreter möchten deutlich machen, dass sie „durchweg zufrieden sind mit der Kirche als Träger der KITA“. Sie wollen sich nicht „von der Politik“ etwas „vor die Nase setzen lassen, was ein Dorf wie Boostedt gar nicht braucht.“

Man kann also davon ausgehen, dass die Gemeindevertreter/innen (bes. die der CDU) sich – trotz sommerlicher Temperaturen – bei der Sitzung der Gemeindevertretung besser „warm anziehen“ sollten.

Wir berichteten am 21. Mai in diesem Beitrag über den Plan der CDU.

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Dass es jetzt zu Elternprotesten kommt, ist angesichts der langen Vorgeschichte in Sachen KITA-Erweiterung und dem „Handlungsstau“ nur allzu verständlich. Auch der „Hauptadressat“ des Protests ist richtig benannt worden: die CDU mit ihrem denkwürdigen Vorschlag, eine 2. KITA zu bauen.
    Ein bisschen schade ist es, dass dann im Elternschreiben aber auch von „der Politik“ die Rede ist, von der man sich nicht etwas „vor die Nase setzen“ lassen will. Wie es sich zur Zeit darstellt, steht nicht einmal die komplette CDU-Fraktion hinter dem Vorschlag, von „der Politik“ ganz zu schweigen.
    Eine Art Konzept hat die CDU auch noch nicht vorgelegt. So hat der Vorstoß vorerst nur negative Auswirkungen: Eltern sind aufgebracht, Mitarbeiter/innen verunsichert und die Weiterentwicklung der KITA tritt erstmal wieder auf der Stelle.
    Etwas unglücklich ist auch die Formulierung im Schreiben der Elternvertretung, nach der man eine 2. KITA „gar nicht braucht“. Darüber, was Boostedt „braucht“, entscheidet eben nicht eine Elternvertretung, sondern letztlich dann doch die Gemeindevertretung.

  2. Ich habe noch einmal aus den Protokollen die Daten zum Kindergarten zusammengefasst.

    2016 gibt es mehr Anmeldungen als Plätze.
    Herr David und der Vorsitzende des Sozialausschusses Duggen erarbeiten „schnelle Lösungen“.
    Für 2 Jahre wird eine Gruppe im Bergheim untergebracht, für die 2.Waldgruppe gibt es zu wenig Anmeldungen. (Waldgruppe ist ja nicht für jedes Kind geeignet)
    Die Unterbringung von Kindern ist zwar 2016 gelöst, aber insgesamt ist der Bedarf an KITA-Plätzen stets ohne Reserven in Boostedt vorhanden.

    Am 28.4.2016 beschließt die Gemeindevertretung: Gebäude A5 zu erwerben und möglichst schnell einrichten, damit im nächsten Kindergartenjahr ausreichend Räume vorhanden sind.

    Gemeindevertretung: Am 27.6.2016 erklärt Bgm. König, es gibt keinen Bedarf für einen 2. Kindergarten.

    Gemeindevertretung am 21.11.2016 wird der Aufhebungsbeschluß förmlich bestätigt, also kein Ankauf Gebäude A 5.

    Am 20.2.2017 stellt der Sozialausschuß fest:
    1 Gruppenraum muß saniert, also abgerissen werden.
    Container als Ersatz sind keine gute Lösung, zumal ein Aufstellort nicht einfach zu finden ist.
    Ankauf Gebäude A 5 ist die bessere Lösung.
    Der Ausschuß diskutiert auch einen Abriß des gesamten Altbaues und einen 2 stöckigen Neubau.

    Gemeindevertretung am 13.3.2017: Erwerb des Gebäudes A5 statt einer Container-Lösung.

    Frage:
    Wann hört das Hin- und Hergeschiebe auf?

    • Zustimmung, weitgehend. Aber eine Anmerkung:
      Müsste es nicht besser heißen: Ankauf A5 wäre die bessere Lösung, wenn, ja: wenn man es denn ankaufen könnte!
      Fällt das A5-Gebäude weiterhin/dauerhaft aus, wäre eine Containerlösung die beste Lösung. Allein schon deshalb, weil es sonst keine gibt. Schon in diesem Sommer/Herbst sollte der „Frösche“-Raum abgerissen werden und die Unterbringung in Containern vorbereitet sein. Das war auch so der Konsens, zumindest im Sozialausschuss.

  3. Gerade noch rechtzeitig zur gestrigen Gemeindevertretersitzung hat die BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) der Gemeinde das A5-Gebäude zum Kauf angeboten. Auf Antrag der SPD wurde beschlossen, das Gebäude zu erwerben. Das Warten hat erstmal ein Ende und es gibt damit endlich eine realistische Perspektive für eine Erweiterung der KITA. Wie die im Einzelnen aussehen soll, das muss allerdings erst noch festgelegt werden. Am 20. Juli tagt u.a. zu dieser Frage der Ausschuss für Jugend, Sport, Senioren und Soziales.

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