Gerüchte über Rückkehr der Bundeswehr

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Rantzau-Kaserne (2015)

Rantzau-Kaserne (2015)

Seit 2015 ist die Gemeinde Boostedt damit beschäftigt, die Rantzau-Kaserne aus der militärischen in eine zivile Nutzung zu überführen.
Erste Erfolge sind zu verzeichnen. Wenn alles nach Plan verläuft, soll noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Stückgutzentrums mit bis zu 250 Beschäftigten begonnen werden.

 

Doch seit November 2017 kursieren in Boostedt folgende Gerüchte:

  • Es werden wieder Unterkünfte in der Kaserne gesucht für Soldaten, die zum Schießtraining in die Standortschießanlage Moltsfelde kommen.
  • Ein Gebäude, das für die Feuerwehr reserviert war, wird wieder von den Soldaten benötigt.
  • Die Erstaufnahme für Flüchtlinge wird reduziert und in die leeren Unterkunftsgebäude ziehen wieder Soldaten ein.
  • Die Bundeswehr übernimmt die Rantzau-Kaserne wieder komplett; es wird eine Panzerbrigade dort stationiert.

Diese Gerüchte sind dadurch entstanden, dass die Bundeswehr aufgestockt werden soll von bisher 180.000 auf 200.000 Soldaten. Seit April 2017 ist das Verteidigungsministerium dabei, sich mit dem „Bühlerpapier“ zu beschäftigen.

Die Gerüchte werden zudem durch die folgende Aussage im Koalitionspapier verstärkt: „Vor einer endgültigen Abgabe von Liegenschaften der Bundeswehr werden wir vor dem Hintergrund der Trendwenden jeweils noch einmal den zukünftigen Bedarf prüfen. Unseren Bedarf werden wir auch im Hinblick auf Liegenschaften prüfen, deren Abgabe bereits vollzogen ist.“

Die Bundeswehr verweist auf den sich hinziehenden Planungsprozess und teilt lediglich mit, dass es noch keine Entscheidungen gibt…

Doch die Gemeinde Boostedt gerät immer weiter unter Zeitdruck. Sollte es bis Ende 2018 keinen Baubeginn geben, springt der Investor ab.

Es stellt sich also die Frage:

Soll der Konversionsprozess gestoppt  oder weitergeführt werden?

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Auf der gestrigen Sitzung der Gemeindevertretung hat Bürgermeister König bekannt gegeben, dass es keine „Rückkehr der Bundeswehr“ in dem Sinne geben werde, dass wieder Soldaten auf dem Kasernengelände stationiert werden.
    Die Schießanlage, der Truppenübungsplatz und das Munitionsdepot bleiben werden jedoch weiterhin von der Bundeswehr benötigt und genutzt.

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