Enttäuschte Hoffnungen?

SPD ist erfreut über den Ablauf der Einwohnerversammlung

Nach der Einwohnerversammlung am 19.09.2018 titelte der „Holsteinische Courier“ am 21.09.: „Boostedter erhofften sich mehr“

Ein Aufreißer eben, denn schon in der nächsten Überschrift heißt es:
„Die Boostedter: enttäuscht, besorgt und verständnisvoll“

(vli) Vize-Landespolizeichef Joachim Gutt, Norbert Scharbach (Innenministerium), Innenstaatssekretär Torsten Geerdts, Innenminister Hans-Joachim Grote, Bürgermeister Hartmut König, Amtsverwaltungschef Sven Plucas

Wer sich von der Veranstaltung größere Zugeständnisse der Landesregierung gegenüber Boostedt (z.B. beim Thema „Konversion“) erhofft hatte, wird eher enttäuscht gewesen sein. 

Doch „Boostedter/in“ ist nicht gleich „Boostedter/in“. Es gibt auch diejenigen, die kaum etwas erwartet haben und die Situation, in der sich der Ort befindet, nicht so dramatisch sehen, wie sie zum Teil öffentlich dargestellt wurde.

Bei allen verschiedenen Sichtweisen, bei unterschiedlicher „Gefühlslage“ und Temperament zeichnete diese Versammlung aus: Die Boostedter/innen haben gezeigt, dass sie bereit und in der Lage sind, über alles diszipliniert miteinander und mit den Verantwortlichen zu diskutieren. Äußerungen „unterhalb der Gürtellinie“ wie auch Pöbeleien, rassistische Anfeindungen oder gar Hetze gegen Geflüchtete oder wen auch immer sind offenbar Verhaltensweisen „unter ihrem Niveau“.

Darüber freuen wir Boostedter Sozialdemokraten uns ganz besonders!

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich hatte das Gefühl, dass auf der Einwohnerversammlung die allermeisten Bürger da waren, um Informationen zu erhalten – was ja auch vernünftig ist. Kritische und z. T. unsachliche Redebeiträge und Fragen kamen fast ausschließlich aus der „Ecke“ CDU und FWB. Kritik an die Adresse der Landesregierung aus den Reihen der CDU wurden dann ja auch durch heftiges Klatschen der „Weber-Konnexionen“ (FWB) unterstützt. Ein mir bekannter CDU-Mann (Sympathisant/Mitglied?) erzählte mir nachher, er habe sich gewundert, dass die Leute (aus seinem Bekanntenkreis), die in Gesprächen immer strikt gegen die Flüchtlingsunterkunft in Boostedt gewettert haben, an der Einwohnerversammlung nicht teilgenommen hätten. Womit er wohl ausdrücken wollte, die Stimmung in Boostedt ist stärker gegen die Entscheidungen der Landesregierung in Sachen Flüchtlingsunterbringung als es die Einwohnerversammlung vermuten ließe.
    Was ist nun richtig? Sind die Boostedter in Sachen Flüchtlinge in der Mehrzahl gelassen oder frustriert? Ich wohne weit weg vom Geschehen; direkt betroffene Anlieger sehen es sicherlich mit anderen Augen. Das Problem wäre sicherlich kleiner, hätte der Bürgermeister schon Ende 2016, spätestens 2017 die Landesregierung aufgefordert, die Belegung der Unterkunft auf 500 Flüchtlinge zu begrenzen. So ist es zwischen Land und Gemeinde 2015 vereinbart worden.

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