Mit „Fake-News“ begründet der Wege-Zweckverband die Schließung der Schadstoffsammelstelle in Boostedt

SPD-Boostedt: Wege-Zweckverband verlangt mehr Geld für weniger Leistung 

Sammelstelle am Bauhof

Um 17,7 Prozent werden laut Beschluss der Verbandsversammlung ab Januar 2019 die Abfallgebühren der Haushalte an den Wege-Zweckverband (WZV) steigen! Zur gleichen Zeit werden in Boostedt die Leistungen verringert, indem die Schadstoffsammelstelle am Bauhof geschlossen und durch eine „Mobile Schadstoffsammlung an 2 Tagen im Jahr für jeweils 2 Stunden“ (wir berichteten hier) ersetzt wird. Für die Boostedter bedeutet das: Sie zahlen erheblich mehr für eine geringere Leistung.

Doch statt mit Fakten begründet der WZV die Maßnahme mit Fake-News.

Der Wege-Zweckverband begründet die Maßnahme einerseits mit einer missbräuchlichen Nutzung der Sammelstelle durch Gewerbebetriebe, die ihre Abfälle dort in größeren Mengen entsorgten. Zwar werde die Sammelstelle videoüberwacht, aber der WZV könne „die Überprüfung der Kameraaufnahmen personell nicht leisten“. Nach Informationen von www.spd-boostedt.de wird die Sammelstelle zwar videoüberwacht, allerdings durch eine Videoanlage der Gemeinde, die mit Hilfe der Aufzeichnungen schon mehrfach Missetäter zur Verantwortung gezogen hat. 

Andererseits nennt der WZV hohe Kosten als Grund für die Aufgabe der Schadstoffsammlung. Eine erhebliche Kostensteigerung ist allerdings nicht nachgewiesen. Sie könnte allenfalls in einer gestiegenen Anzahl der Anfahrten aufgrund missbräuchlicher Entsorgung begründet liegen. Doch über Daten und Fakten hierzu schweigt sich der WZV aus.

Noch ein weiteres Mal liegt der WZV argumentativ daneben: Der Courier zitiert eine WZV-Verantwortliche: „Die Gemeinde sei nun die letzte im Kreis Segeberg, die ihre feste Sammelstelle aufgebe“.

Auch diese Darstellung entspricht nicht der Wahrheit. Es ist der Wege-Zweckverband, der die feste Sammelstelle aufgibt! Nicht die Gemeinde!

Der Verbreitung von „Fake-News“ gilt es auf allen Ebenen entgegen zu treten.

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