SPD: „Völlig daneben!“

Sammelstelle am 17.12.2018 "verrammelt"

Als „völlig daneben“ hat die Boostedter SPD das Verhalten des „Wege-Zweckverbands“ (WZV) gegenüber der Gemeinde Boostedt bezeichnet. Zugleich fragen sich die Sozialdemokraten, ob es zwangsläufig zur Schließung der Schadstoffsammelstelle kommen musste.
In Norderstedt, wo der WZV nach Unstimmigkeiten mit der Stadt die Schließung eines Recyclinghofes angekündigt hatte, haben Stadt und WZV einen neuen Vertrag geschlossen, in dem sich die Stadt zur Übernahme eines höheren Kostenanteils verpflichtete. Die SPD stellt daher jetzt die Frage:
„Was hat die Gemeinde Boostedt unternommen, um die Schließung der Schadstoffsammelstelle zu verhindern?“

Nachdem zunächst eine eindeutige Aussage des WZV darüber ausblieb, ob er wirklich beabsichtigt, alle „Dienste“ der Schadstoffsammelstelle einzustellen oder ob etwa weiterhin die Möglichkeit zur Abgabe von ausgedienten Elektrogeräten bestehen bleibt (wir berichteten), hat dieser die Sammelstelle bereits am 17.12.2018 komplett geschlossen und „verrammelt“ (s. Foto).

Über seine konkreten Absichten hat der WZV zuvor nicht etwa die Gemeinde Boostedt, sondern die lokale Presse informiert. Der Courier titelte am 18.12.2018:

„Schadstoff-Sammelstelle endgültig zu“

In Norderstedt hat die Stadt die Schließung eines Recyclinghofes durch den WZV nicht einfach hingenommen. Ergebnis: Jetzt gibt es einen neuen Vertrag und der Recyclinghof bleibt geöffnet. In Henstedt-Ulzburg, wo der WZV (wie derzeit in vielen Orten des Kreises) Papiercontainer abbaut, hat die Gemeinde eine Lösung mit einem anderen Entsorgungsunternehmer gefunden.

Die Boostedter SPD fordert die Gemeinde Boostedt auf, ebenfalls nicht tatenlos zuzusehen, wenn Dienstleistungen eingeschränkt oder eingestellt werden. Mit dem Finger auf den Wege-Zweckverband zu zeigen, ändert nichts daran, dass die Boostedter/innen das Nachsehen haben..

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.