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26.10.2011 |
Lärmbelästigung der Anlieger durch den Schulsportplatz |
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Die Boostedter Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe des Schulsportplatzes wohnen, fühlen sich zunehmend durch den Lärm belästigt, der vom Schulsportplatz (Schlesienstraße) ausgeht. Ein Anlieger hat deswegen bereits an den Bürgermeister geschrieben. Das hat dazu geführt, dass das Thema im Rahmen einer Schul- und Kulturausschusssitzung behandelt wurde. Dabei wurde schnell klar, dass Handlungsbedarf besteht. Fraglich ist allerdings, ob die Maßnahmen, die die Gemeinde veranlassen kann, ausreichen, um die Anlieger zufrieden zu stellen ...
Die Anwohner bemängeln, dass sowohl während der Schulzeit als auch in den Ferien oft bereits am frühen Morgen auf dem Schulsportplatz gelärmt wird. Ein Teil des Lärms rührt daher, dass der den Platz umgebende Zaun sehr laut scheppert, wenn ein Ball dagegen geschossen wird. Doch gerade das Schießen gegen den Zaun werde oft und ausgiebig praktiziert. Nicht unerheblich sind auch die lauten Geräusche, die bei der Benutzung des Basketballkorbes entstehen.
Doch auch der ganz alltägliche Lärm durch die Nutzung des Schulsportplatzes als erweiterten Pausenhof nervt manche Anwohner sehr!
Was die Gemeinde tun kann:
- Die Gemeinde kann dafür sorgen, dass der Zaun durch einen weniger "lauten" Zaun ersetzt wird.
- Der Basketballkorb könnte versetzt werden.
- Evtl. könnte ein (bepflanzter) Abstandsstreifen angelegt werden.
- Die Gemeinde könnte verfügen, dass der Platz (außerhalb der Schulzeit) nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden darf. Zeitliche Einschränkungen erfordern allerdings Schließ- und Überwachungsdienste.
Eine Einschränkung der Nutzung des Platzes als Pausenhof könnte die Gemeinde kaum durchsetzen. Es erscheint außerdem als sehr fraglich, ob sich dafür in der Gemeindevertretung eine Mehrheit finden ließe. Auch wurden bereits Stimmen laut, die Gemeinde möge auf die Schule dahingehend einwirken, dass sie die Kinder zu mehr Rücksichtnahme anzuhalten. Doch es ist unwahrscheinlich, dass die Kinder das im Eifer des Tuns beherzigen würden.
Aus Sicht der SPD stellt sich die Problematik so dar, dass die Gemeinde alles tun sollte, den vermeidbaren Lärm durch geeignete Maßnahmen (s.o.) möglichst schnell abzustellen. Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger müssen die erforderlichen Mittel bereit gestellt werden! Zugleich ist uns aber klar, dass das den Lärm zwar reduzieren, aber nicht gänzlich "abschalten" würde. Mit zuweilen störendem Lärm durch spielende Kinder muss auch danach noch gerechnet werden. Das finden wir bedauerlich, können - und wollen! - es aber nicht ändern. Wir hielten es für unredlich und opportunistisch, bei den Anwohnern einen anderen Eindruck zu erwecken.
Natürlich bleibt den Anwohnern immer die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten. Angesichts vieler Gerichtsurteile in ähnlichen Fällen halten wir es für unwahrscheinlich, dass dabei im Sinne der Anwohner viel erreicht werden kann. Sollte das hingegen doch der Fall sein, werden wir selbstverständlich die Entscheidung respektieren und umsetzen.
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